Technik & Planung

Süd, Ost oder West: Welche Dachausrichtung lohnt sich für PV?

Muss es unbedingt ein Süddach sein? Nein. Die Ausrichtung beeinflusst den Ertrag, aber Ost-West-Dächer sind für den Eigenverbrauch oft sogar im Vorteil. Was die Himmelsrichtung wirklich bedeutet.

Dachausrichtung für Photovoltaik

Das Wichtigste in Kürze

  • Süd = höchster Ertrag, konzentriert auf die Mittagszeit.
  • Ost-West = Strom über den ganzen Tag, besser für den Eigenverbrauch.
  • Nord lohnt sich nur in Ausnahmefällen.
  • Ideale Neigung in Österreich: rund 30–35 Grad.

Süddach: maximaler Ertrag

Ein nach Süden ausgerichtetes Dach liefert pro Modul den höchsten Jahresertrag. Der Strom fällt allerdings vor allem mittags an – dann, wenn viele Haushalte wenig verbrauchen. Ohne Speicher wird ein großer Teil davon eingespeist statt selbst genutzt.

Ost-West: besser für den Eigenverbrauch

Ost-West-Anlagen erzeugen morgens und abends mehr Strom – genau zu den typischen Verbrauchsspitzen im Haushalt. Der Gesamtertrag liegt etwas niedriger als bei Süd, doch der höhere Eigenverbrauch gleicht das oft mehr als aus. Für viele Haushalte ist Ost-West daher die wirtschaftlichere Wahl.

Verschattung zählt mehr als die Himmelsrichtung

Wichtiger als das letzte Grad Ausrichtung ist, dass das Dach möglichst wenig verschattet ist. Schon einzelne verschattete Module können den Ertrag mindern. Bei der Planung berücksichtigen wir Verschattung, Neigung und Ausrichtung gemeinsam – ähnlich wie bei der Speicherdimensionierung zählt das Gesamtbild.

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Häufige Fragen zur Dachausrichtung

Ist ein Süddach immer am besten?

Ein Süddach liefert den höchsten Jahresertrag pro Modul, konzentriert ihn aber auf die Mittagsstunden. Für hohen Eigenverbrauch ist eine Ost-West-Ausrichtung oft besser, weil sie Strom über den ganzen Tag verteilt.

Lohnt sich PV auch auf einem Ost-West-Dach?

Ja, sehr oft. Ost-West-Anlagen liefern morgens und abends mehr Strom – genau dann, wenn im Haushalt viel verbraucht wird. Der etwas geringere Gesamtertrag wird durch höheren Eigenverbrauch häufig ausgeglichen.

Kann ich auch ein Norddach nutzen?

Reine Nordflächen liefern deutlich weniger und lohnen sich meist nur in Ausnahmefällen. Häufig lässt sich die Anlage aber auf besser geeignete Dachteile verteilen.

Welche Dachneigung ist ideal?

In Österreich sind Neigungen von etwa 30 bis 35 Grad ein guter Bereich. Aber auch flachere oder steilere Dächer funktionieren – die konkrete Auslegung machen wir bei der Planung.

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