Förderung & Steuer

Photovoltaik-Förderung 2026 in Wien & Niederösterreich: Alle Zuschüsse im Überblick

Förderungen entscheiden oft über die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage – aber die Regeln ändern sich laufend. Dieser Überblick zeigt, welche Zuschüsse 2026 in Wien und Niederösterreich tatsächlich verfügbar sind, worauf es bei den Fristen ankommt und wie Sie nichts verschenken.

Photovoltaik-Förderung in Wien und Niederösterreich 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der EAG-Investitionszuschuss des Bundes ist 2026 der wichtigste Fördertopf für PV und Speicher.
  • Fixe Sätze: rund 160 €/kWp bis 10 kWp, rund 150 €/kWp von 10 bis 20 kWp – maximal 30 % der Kosten.
  • Der 0-%-Umsatzsteuersatz ist ausgelaufen (seit 1. April 2025), 2026 gilt wieder die reguläre USt.
  • Die Stadt Wien fördert 2026 ergänzend Spezialanlagen (Fassade, Flugdach, MGWB).
  • Antrag vor der Umsetzung stellen – der richtige Zeitpunkt ist planbar.

1. EAG-Investitionszuschuss: der Bundes-Fördertopf für Wien und NÖ

Die mit Abstand wichtigste Photovoltaik-Förderung 2026 ist der EAG-Investitionszuschuss nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Er gilt bundesweit – also für Haushalte und Betriebe in Wien genauso wie in ganz Niederösterreich – und wird über die OeMAG bzw. die EAG-Abwicklungsstelle abgewickelt.

Gefördert werden sowohl die Photovoltaikanlage als auch ein dazugehöriger Stromspeicher. Für 2026 gelten fixe Fördersätze, gestaffelt nach Anlagengröße:

  • Kategorie A – bis 10 kWp: rund 160 Euro pro kWp
  • Kategorie B – über 10 bis 20 kWp: rund 150 Euro pro kWp

Gefördert werden dabei höchstens 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Die exakten Sätze, Kategorien und Budgets werden für jeden Fördercall gesondert veröffentlicht – ein Blick auf die aktuellen Werte lohnt sich vor jeder Antragstellung.

Wichtig zum Ablauf: Der Zuschuss wird nicht laufend, sondern in mehreren Fördercalls pro Jahr vergeben. Jeder Call hat ein festes Zeitfenster und ein begrenztes Budget. Ist das Kontingent ausgeschöpft, ist der Call geschlossen – der frühzeitige, vollständige Antrag zählt.

2. Umsatzsteuer 2026: der Nullsteuersatz ist Geschichte

Von 1. Jänner 2024 bis 31. März 2025 galt für private PV-Anlagen bis 35 kWp ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Diese Begünstigung ist ausgelaufen: Seit 1. April 2025 fällt auf Photovoltaik wieder die reguläre Umsatzsteuer an. Wer 2026 anschafft, kalkuliert also mit dem normalen USt-Satz.

Was das konkret für Ihre Kalkulation bedeutet und in welchen Fällen ein Vorsteuerabzug möglich ist, erklären wir im Detail im Beitrag „0 % Umsatzsteuer auf PV – gilt der Nullsteuersatz 2026 noch?“

3. Förderungen der Stadt Wien 2026

Die Stadt Wien hat ihr Photovoltaik-Förderpaket 2026 neu aufgestellt. Weil der Bund Standard-Dachanlagen und Speicher bereits umfassend fördert, konzentriert sich Wien komplementär auf Lösungen mit besonderem Potenzial im dicht bebauten Raum:

  • PV-Fassadenanlagen und Verschattungsanlagen auf begehbaren Dächern
  • Flugdächer – PV als Überdachung von Parkplätzen und versiegelten Flächen (v. a. für Betriebe)
  • PV auf Mehrgeschoßwohnbauten (MGWB) und Gründächern

Für eine klassische Aufdachanlage am Einfamilienhaus in Wien bleibt damit der EAG-Zuschuss des Bundes der wichtigste Hebel; die Wiener Förderungen werden vor allem bei Gewerbe- und Sonderprojekten interessant.

4. Förderungen in Niederösterreich

Auch in Niederösterreich ist der EAG-Investitionszuschuss des Bundes die erste Adresse für Aufdachanlagen und Speicher. Landes- und Gemeindeförderungen kommen je nach Gemeinde, Anlagentyp und aktuellem Budget hinzu und ändern sich regelmäßig. Weil sich hier viel bewegt, prüfen wir die für Ihre Adresse passenden Programme individuell – statt mit veralteten Pauschalzahlen zu rechnen.

5. So holen Sie das Maximum heraus

Der häufigste Fehler ist falsches Timing: Wer die Anlage bestellt und bezahlt, bevor der Antrag im richtigen Call liegt, riskiert den Zuschuss. Deshalb gilt:

  1. Anlage sauber planen – Dach, Verbrauch und Speicherbedarf bestimmen die kWp-Kategorie und damit den Fördersatz.
  2. Antragsfenster abstimmen – Angebot und Fördercall zeitlich aufeinander abstimmen.
  3. Vollständig einreichen – fehlende Unterlagen kosten im Windhund-Kontingent oft den Platz.

Genau das übernehmen wir als konzessionierter Meisterbetrieb: von der Planung der PV-Anlage über die Förderabwicklung bis zur Montage und Netzanmeldung. Einen Überblick über die von uns begleiteten Förderwege finden Sie auch auf unserer Seite Förderung Photovoltaik.

Alle Fördersätze und Termine in diesem Beitrag geben den Stand Mitte 2026 wieder und dienen der Orientierung. Verbindliche Werte veröffentlichen die OeMAG bzw. die EAG-Abwicklungsstelle sowie die Stadt Wien pro Fördercall. Wir prüfen den aktuellen Stand für Ihr Projekt kostenlos mit.

Häufige Fragen zur PV-Förderung 2026

Gibt es 2026 noch eine Photovoltaik-Förderung in Österreich?

Ja. Der zentrale Hebel ist 2026 der EAG-Investitionszuschuss über die OeMAG bzw. die EAG-Abwicklungsstelle. Er wird in mehreren Fördercalls pro Jahr vergeben und fördert Photovoltaik und Stromspeicher. Der 0-%-Umsatzsteuersatz ist hingegen seit 1. April 2025 ausgelaufen.

Wie hoch ist der EAG-Investitionszuschuss 2026?

Für 2026 gelten fixe Fördersätze je nach Anlagengröße: rund 160 Euro pro kWp für Anlagen bis 10 kWp und rund 150 Euro pro kWp für Anlagen über 10 bis 20 kWp. Gefördert werden maximal 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Die genauen Sätze und Kategorien werden pro Fördercall veröffentlicht.

Muss ich den Förderantrag vor oder nach der Installation stellen?

Beim EAG-Investitionszuschuss reichen Sie den Antrag im geöffneten Fördercall ein, bevor die Anlage bezahlt bzw. fertig in Betrieb genommen wird. Deshalb ist die zeitliche Planung entscheidend – wir stimmen Angebot und Antragsfenster gemeinsam ab.

Welche Förderungen gibt es speziell in Wien?

Die Stadt Wien hat 2026 ihr Förderpaket neu ausgerichtet und fördert komplementär zum Bund vor allem anspruchsvollere Lösungen wie Fassaden-PV, Verschattungsanlagen, Flugdächer über Parkplätzen und PV auf Mehrgeschoßwohnbauten. Für Standard-Dachanlagen ist der EAG-Zuschuss des Bundes die erste Adresse.

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